Carolin Nytra startet mit EM-Norm

 (31.05.2010)
Licht und Schatten brachten die ersten Freiluftwettkämpfe für Bremens Top-Leichtathletinnen Carolin Nytra und Jonna Tilgner vom Bremer LT/ TuS Komet Arsten. Während 100 Meter Hürdensprinterin Nytra so schnell in die Saison einstieg wie nie zuvor und mit 12,91 Sekunden auf Anhieb die EM-Norm knackte, lief es für 400 Meter Hürdenläuferin Jonna Tilgner auch im zweiten Saisonrennen noch nicht wie erwünscht.

Das Bremer Meeting „Run for Help“, das am vergangenen Samstag auf Platz 11 stattfand, war für Carolin Nytra von jeher ein gutes Pflaster. So steigerte die 25-Jährige dort vor zwei Jahren ihre persönliche Bestleistung um mehr als zwei Zehntelsekunden und verfehlte damals die Olympia-Norm nur um eine Hundertstelsekunde. Ihren eigenen Meeting-Rekord von 12,93 Sekunden aus eben diesem Jahr hat die Deutsche Meisterin gestern geknackt. Und das, obwohl Nytra erst seit knapp zwei Wochen wieder schmerzfrei trainieren kann, nachdem ihr seit Mitte Januar Probleme im Bereich des Gleitgewebes der Achillessehne arg zugesetzt hatten. Zur Erinnerung: Trotz der weltweit fünftschnellsten Zeit im Winter hatte genau diese Probleme eine Teilnahme an der Hallen-WM unmöglich gemacht. „12,91 Sekunden und das bei Gegenwind sind mehr als ich mir erhofft hatte“, strahlte die Bremerin nach ihrem gelungenen Saisondebut. Am kommenden Freitag wird Nytra beim Diamond-League Meeting in Oslo gegen die versammelte Weltklasse versuchen, diese Zeit zu unterbieten.

Weniger gut läuft es zu Saisonbeginn für 400 Meter Hürdenläuferin Jonna Tilgner. Nach mäßigen 57,31 Sekunden zum Saisoneinstieg Pfingstmontag in Rehlingen folgten in Bremen 57,79 Sekunden. „Das entspricht in keinster Weise dem Anspruch, mit dem wir in die Saison gestartet sind“, zeigt sich Trainer Ellrott enttäuscht. „Dabei fühlt Jonna sich gut und war an der achten Hürde noch eine halbe Sekunde schneller als in Rehlingen. Vielleicht war es der starke Gegenwind, der sie auf der Zielgeraden ausgebremst hat, vielleicht fehlt ihr zurzeit aber auch einfach die notwendige Lockerheit“, sucht der Coach nach Erklärungen. Die kommende Woche wird für Tilgner dann schon zur Woche der Wahrheit, denn in Baunatal und Regensburg stehen die Ausscheidungsrennen für die Team-EM über 400 Meter Hürden und 400 Meter an.
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