Medaillenträume geplatzt

 (19.02.2006)
Das Aus nach 1:28,57min im Zwischenlauf: Ben Rehn und Eugen Wisotzki mussten im Staffelendlauf verletzungsbedingt passen
Mit „nur“ einem 6. und zwei 7. Plätzen kehrten die mit Medaillenhoffnungen zu den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften nach Leipzig gereisten Leichtathleten des Bremer LT in die Hansestadt zurück.Dabei war die Welt am Samstag Abend noch in Ordnung: Bei der männlichen Jugend A (mJA) war Julian Geißhirt (BLT/VfB Komet) nach locker heraus gelaufenen 49,16sec im 400m-Vorlauf als Viertschnellster ins A-Finale der besten Sechs eingezogen und hatte am Sonntag mit Bahn zwei seine unmittelbaren Konkurrenten direkt vor sich. Die 4x200m-Staffel hatte im Zwischenlauf in Bestbesetzung mit Thomas Buschmann, Julian Geißhirt, Eugen Wisotzki und Ben Rehn (alle BLT/VfB Komet) mit 1:28,57min gar eine phantastische neue Bestleistung aufgestellt und konnte als drittschnellstes Quartett für eine Nacht ebenfalls von einer Medaille träumen.Dazu hatten die 1500-Läufer Marian Skalecki (BLT/BTV 1877) mit 4:09,05min und die erst 15-jährige Schoami Bieser (BLT/SG Findorff) mit 4:43,74min neue persönliche Bestleistungen erzielt. Und auch bei Ann-Kristin Westermann platzte über 60m Hürden der weiblichen Jugend A endlich der Knoten: 9,15sec bedeuteten Saisonbestleistung.Am Sonntag zerplatzten dann aber die Medaillenträume der BLTler nacheinander wie Seifenblasen: Zunächst musste Eugen Wisotzki im Dreisprung den beiden Staffelläufen vom Vortag Tribut zollen: 14,55m und Platz 7 war nicht das, was Rita Böcker und ihr Schützling sich vorgenommen hatten. Dann hatte Julian Geißhirt im 400m-Endlauf einen Blackout. Nach einer verschlafenen ersten Runde lief er dem Feld in der zweiten Runde hinterher und kam nach 49,62sec nicht über Platz 6 hinaus. Und letztlich musste Staffeltrainer Jens Ellrott den Endlauf auch noch mit doppeltem Ersatz antreten: Ben Rehn und Eugen Wisotzki waren mit ihren Kräften am Ende und mussten aufgrund von Verhärtungen im Oberschenkel auf ihren Einsatz verzichten. Pascal Nobel (BLT/VfB Komet) und Felix Wedekämper (BLT/BTS) konnten die zwei Stammkräfte trotz starker Läufe nicht ersetzen, so dass am Ende eines unruhigen Laufes Platz 7 mit 1:30,97min zu Buche standen. Dies ist im Nachhinein umso ärgerlicher, als dass die Zwischenlaufzeit zum Titel gereicht hätten. „Natürlich hätten wir Ben und Eugen bandagieren können und beten, dass nichts passiert. Aber wir sind für die Gesundheit unserer Athleten verantwortlich und wollten in Richtung Freiluftsaison nichts riskieren“, erklärt ein sichtlich geknickter Ellrott.
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