Erneut 3 BLTler in Bundeskader berufen

 (17.11.2006)
Peking im Visier: Caro und Jonna
Herbstzeit ist Erntezeit. Dies gilt auch für die Leichtathleten, denn zum Saisonende nominiert der Deutsche Leichtathletik-Verband seine Bundeskader – eine Belohnung für die während des Jahres erbrachten Leistungen und Platzierungen.

Die Bekanntgabe im Rahmen der Spitzensporttagung im Bundesleistungszentrum Kienbaum bei Berlin verlief für die Leichtathleten vom Bremer LT einmal mehr äußerst positiv. Mit Carolin Nytra und Jonna Tilgner (beide VfB Komet) hat der Bremer Leichtathletik-Verband zukünftig gleich zwei B-Kader-Athletinnen in seinen Reihen, hinzu kommt Schoami Bieser (SG Findorff), deren D/C-Kader-Nominierung vom vergangenen Jahr bestätigt wurde. Die 16-jährige Mittel- und Langstrecklerin zeigte in ihrem ersten Jahr in der B-Jugend, dass der sechste Platz über 3000 Meter bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Braunschweig 2005 keine Eintagsfliege war. In Wattenscheid bei den diesjährigen „Deutschen“ lief Schoami Bieser über die selbe Distanz sogar auf Rang fünf ein.

Nach einer Leidenszeit, die im Grunde genommen im Dezember 2005 begann, ist Carolin Nytra endlich wieder beschwerdefrei. Eine Osteopathin hat sich ihres instabilen rechten Fußes angenommen und damit auch ihre Knie- und Oberschenkelprobleme behoben. „Wir haben uns von den 13,32 Sekunden zu Saisonbeginn in Kassel blenden lassen und gedacht, alles wird gut“, muss Trainer Jens Ellrott eingestehen. „Dabei konnte Caro die gesamte Saison über nicht schmerzfrei laufen. Platz fünf bei den "Deutschen" in Ulm und der Verzicht auf die Junioren-DM haben schon weh getan, aber jetzt kann sie wieder lachen und über ihre Ziele 2007 sprechen.“ Zwei Medaillen möchte die 21-Jährige gerne holen, eine bei den U23-Europameisterschaften im ungarischen Debrecen und die zweite bei den „Deutschen“ in Erfurt.

„Last but not least“ kam Bremens Aushängeschild über die 400-Meter-Hürdenstrecke, Jonna Tilgner, quasi aus dem Nichts an die Spitze. Nach einigen sportlichen Enttäuschungen dachte die 21-jährige Psychologiestudentin schon daran, die Spikes an den berüchtigten Nagel zu hängen. Dann kam im September 2005 der Wechsel nach Bremen und zu Landestrainer Jens Ellrott. Bei der DM in Ulm schrammte Jonna Tilgner mit Rang vier noch knapp an einer Medaille vorbei, dafür gab es sechs Wochen später bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften in Bautzen gleich Gold. Und mit ihrer neuen Bestzeit von 57,57 Sekunden, gelaufen im Ulmer Donaustadion, ist Jonna Tilgner gar Deutschlands schnellste Juniorin seit 2001 über ihre Spezialstrecke. „Jonna hat Blut geleckt. Das Ziel für das kommende Jahr ist eine Zeit um die 56,50 Sekunden und eine Medaille bei den „Deutschen“. Sollte das klappen, kann man für 2008 den olympischen Traum angehen“, gibt Trainer Jens Ellrott die Marschroute für die kommende Saison aus.

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